(c)Conet, Anke Höfer, Ceo Conet Gruppe

Corona Krise 3 Fragen.

Führung in der Krise?

Moderne Collaboration-Lösungen ermöglichen unseren Mitarbeitern weiterhin eine schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit, ob aus dem Homeoffice oder unseren Schichtdiensten vor Ort. Dabei ist das richtige Mindset bei Führungskräften und Mitarbeitern entscheidend, denn Homeoffice ist zu 20 Prozent Technik und zu 80 Prozent Change Management. Dass sich die Beschäftigten nicht persönlich sehen, stellt die Führungskräfte vor besondere Herausforderungen. Da ist es wichtig, mit gutem Beispiel und als Koordinator voranzugehen. Auf allen Ebenen gibt es bei Conet fachliche Videokonferenzen ebenso wie informelle „Kaffeerunden“ über das Web. Das kurze Gespräch in der Kaffeeküche entfällt ja, deshalb schaffen wir online ähnliche Rituale, etwa regelmäßige Online-Team-Meetings, Feierabend-Calls und Ähnliches. Dabei wird auch Wert auf eine Beteiligung per Videoeinwahl gelegt, um den persönlichen Kontakt auch Face-to-Face so gut es geht zu erhalten.

Wirtschaftliche Auswirkungen?

Seit Beginn der Krise ist es unser Bestreben, einerseits verantwortungsvoll unseren Beitrag bei der Eindämmung der Neuinfektionen zu leisten und andererseits weiterhin wie gewohnt für unsere Kunden und Partner erreichbar und arbeitsfähig zu sein. Das ist uns bislang auch sehr gut gelungen. Unsere Mitarbeiter befinden sich überwiegend im Homeoffice, aber mithilfe unserer digitalen Arbeitsplätze können wir unsere Dienstleistungen weiterhin sicherstellen. Das ist für Conet auch nicht neu – aufgrund unserer flexiblen Arbeitsplatzkonzepte waren die meisten Mitarbeiter bereits mit entsprechender Technik ausgestattet. In einigen Projekten hat es zwar Verschiebungen gegeben, aber auf der anderen Seite konnten wir zahlreiche Kunden mit unserer Expertise und unseren Lösungen auch aktiv dabei unterstützen, die aktuellen Herausforderungen zu meistern.

Learning für die Zukunft?

Der oft zitierte Zusammenhalt und die Solidarität – ob im privaten Umfeld oder auch im Berufsleben – ist sicherlich etwas, woran man sich auch nach der Krise noch erinnern sollte. Auch dass Besonnenheit ein besserer Ratgeber ist als hektischer Aktionismus und flexibles Handeln mehr bewegt als das starre Festhalten an etablierten Verhaltensweisen hat sich eindrucksvoll erwiesen. Aber auch technisch bieten sich hier große Chancen: In vielen Bereichen des Arbeitens und Wirtschaftens zwingt die aktuelle Lage dazu, sich mit dem Thema Digitalisierung verstärkt auseinanderzusetzen. Digitalisierte Prozesse und mobile, flexible Arbeitsmodelle, ebenso aber auch Business Continuity Management und Cyber Security spielen da zentrale Rollen. Diese Themen wurden lange als „vielleicht nützlich, aber nicht notwendig“ abgetan oder aufgeschoben. Jetzt zeigt sich, dass solche neuen Modelle und Techniken elementar sind, um schwierige Situationen mit möglichst wenigen Einschränkungen, Ausfällen und Schäden zu bewältigen. Es lohnt sich, diese Themen weiter konsequent auf den Weg zu bringen – sowohl um die akuten Auswirkungen der aktuellen Lage zu adressieren als auch um für die Zukunft besser gerüstet zu sein.

Anke Höfer, Ceo, Conet-Gruppe (c) Conet


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