junokai Tipp der Woche – KW15 2021.

Chancen und Herausforderungen einer strukturierten Datenhaltung


Weiterentwicklung und Optimierung sind unerlässlich für Unternehmen, um sich gegen die Konkurrenz abzuheben, Kunden zu gewinnen oder die Zufriedenheit der Bestandskunden zu erhöhen. Welche Maßnahmen zu welcher Zeit ergriffen werden müssen, um die gesteckten Ziele zu erreichen, basiert oftmals auf der Auswertung von den im Unternehmen gesammelten Daten. Das Auswählen der maßgeblichen Kennzahlen sowie deren Interpretation sind häufig die Weichenstellung, die über den Erfolg oder Misserfolg beispielsweise einer Werbekampagne oder einer CRM-Maßnahme entscheiden. Doch die grundlegende Bedingung für diesen Prozess ist die im Unternehmen vorherrschende Datenqualität.

In nahezu allen Bereichen von Unternehmen fallen erhebliche Mengen Daten an, die dann meist in Datenbanken gesammelt werden. Selten ist die Menge oder Diversität der Daten der Engpass, wenn es darum geht, die richtigen Drehschrauben zu finden, um das Projekt zum Erfolg zu führen. Die Herausforderung besteht vielmehr in der Datenqualität sowie darin, die maßgeblichen Zahlen zu identifizieren. Ob eine gute Datenqualität vorliegt, ist dabei sehr subjektiv und hängt davon ab, welches Ziel erreicht werden soll.

Durch immer weiterwachsende Speicherkapazitäten können Unternehmen leicht mehr Daten sammeln und vorhalten. Doch die neue Menge an Daten kann sowohl Segen als auch Fluch sein: welche Daten sind für mein Projekt tatsächlich relevant? Ganz einfach gesagt: Je größer die Datenbasis, desto mehr lässt sich daraus ablesen, aber desto komplexer gestaltet sich auch die Frage, welche Daten wirklich relevant sind.

Darüber hinaus werden Daten oftmals in unterschiedlichen Systemen erfasst, die organisch gewachsen sind und die selten miteinander verknüpft sind. Soll nun eine Auswertung angefertigt werden, müssen mühsam die Daten aus verschiedenen Sammelstellen gezogen und miteinander in Verbindung gebracht werden. Je nach Menge der eingesetzten Systeme birgt dieses Verfahren ein großes Potenzial für Ungenauigkeiten und Fehler. Die Folge ist meist eine unterschiedliche “Auslegung” derselben Kennzahlen. Daraus entsteht eine Unsicherheit, welche Daten wie miteinander verknüpft und für den Entscheidungsprozess herangezogen werden sollen.

Um das volle Potenzial der in Ihrem Unternehmen zur Verfügung stehenden Daten zu nutzen, ist es in einem ersten Schritt unbedingt notwendig, gute – und zwar wirklich gute, nämlich sinnvolle – KPIs zu definieren. In diesem Zusammenhang gilt es, Qualität über Quantität zu stellen. Überlegen Sie sich, welche Kennzahlen einen unmittelbaren Rückschluss auf den Stand einer Kampagne erlauben und welche Zahlen eher für eine tiefere Analyse im Zuge beispielsweise einer möglichen Ursachenforschung geeignet sind. Sie können in diesem Zusammenhang auch neue KPIs aus mehreren Einzelwerten kombinieren.

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Es lohnt sich zudem frühzeitig ein Konzept zu entwickeln, wie die Daten in Ihrem Unternehmen strukturiert hinterlegt werden können. Versuchen Sie, die Menge an Systemen beziehungsweise damit verknüpften Datenbanken gering zu halten. Welche Systeme können vielleicht zusammengelegt werden? Spiegeln die vorhandenen Systeme den Bedarf wieder? In diesem Zusammenhang ist es auch ratsam, die Einführung eines BI Systems zu erwägen. Verfügen Sie über eine strukturierte Datenbasis und eine gute Datenqualität können Sie leicht das volle Potenzial Ihrer Daten zu nutzen.

Dominikus Leicht  –  Junior Berater

www.junokai.de


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